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Mit Demografieprogamm im Vorteil

Der Chemiekonzern BASF sieht den demografischen Wandel nicht nur als Herausforderung, sondern auch als Chance. Ein generationenübergreifendes Demografieprogramm soll dabei helfen, Wettbewerbsvorteile zu sichern.

"Fit bleiben! Dran bleiben! Gemeinsam am Werk!" - das ist das Motto des BASF-Programms "Generations at Work". Weltweit hat der Chemiekonzern über 95.000 Beschäftigte, am Hauptsitz Ludwigshafen sind es allein über 32.000. Etwa ein Viertel davon sind 50 Jahre und älter und in zehn Jahren werden es mehr als die Hälfte sein. Hans-Carsten Hansen ist Personalchef des Standortes und sieht durch den demografischen Wandel das Unternehmen vor großen Herausforderungen und gleichzeitig die Chance, durch eine positive Gestaltung Wettbewerbsvorteile zu erlangen: "Das Programm 'Generations at Work' soll die Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität der BASF auch mit einer älteren Belegschaft sicherstellen und das Unternehmen im zunehmenden Wettbewerb um Fachkräfte erfolgreich positionieren. Die langfristige Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter ist ein weiteres wichtiges Ziel."

Jung und Alt
Mehr als 80 Mitarbeiter in 13 Projektgruppen verfolgen dabei einen generationenübergreifenden Ansatz. "Er reicht von der frühkindlichen Bildung über die systematische Entwicklung des Arbeitgeberimages bis hin zur Gestaltung der Arbeitsbedingungen insbesondere für ältere Arbeitnehmer." erläutert der Personalchef. Noch sind die Projektteams in der Analysephase, Anfang 2009 sollen konkrete Maßnahmen folgen. Doch erste Ansätze gibt es bereits im Unternehmen. So will der Chemiekonzern die berufliche Weiterentwicklung, Einsatzflexibilität und das lebenslange Lernen fördern. Dafür können die Mitarbeiter das Lernzentrum in Ludwigshafen nutzen. Dort wird jeder individuell beraten und das Angebot ist eng mit Seminarangeboten verknüpft. Aber auch der Wissensaustausch zwischen den Generationen soll gestärkt werden: "Bei altersgemischten Teams bietet sich die Chance, dass jüngere und ältere Mitarbeiter ihre spezielle Expertise einbringen können. Bei den älteren Mitarbeitern sind das insbesondere ein großer Schatz an Erfahrungen, die jüngeren Mitarbeiter bringen aus ihrer Ausbildung beziehungsweise aus ihrem Studium das neueste Wissen mit. Darüber hinaus besteht auch die Chance, dass der jüngere Mitarbeiter vom älteren, erfahrenen Mitarbeiter lernen kann. Das ist die Basis für effektiven Wissenstransfer." erklärt der Leiter des Projektes "Arbeitssicherheit, Ergonomie und Arbeitsorganisation", Klaus Petry. In seinem Projekt arbeitet er deshalb auch daran, die Arbeit in altersgemischten Teams zu verbessern und somit den Wissensaustausch zu fördern. Aber auch altersgerechte Arbeitsplätze sollen dazu beitragen, die Beschäftigungsfähigkeit der Arbeitnehmer zu erhalten.

Gesundheit und Arbeitszeitmodelle
Dabei ist auch die Gesundheitsförderung der Beschäftigten wichtig. Sowohl für jüngere als auch ältere Mitarbeiter gibt es kostenlose Vorsorgeuntersuchungen, Gesundheits-Coaching, Sozial- und Ernährungsberatung. Darüber hinaus bietet der Ludwigshafener Konzern seinen Mitarbeitern Sportkurse an. Um für alle Altersgruppen als Arbeitgeber attraktiv zu sein, gibt es je nach Lebensphase unterschiedliche Arbeitszeitmodelle. So können die Mitarbeiter etwa ihre Arbeitszeit für die Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger reduzieren. Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter zu verbessern und die Arbeitsfähigkeit zu erhalten, erarbeiten die Mitarbeiter von "Generations at Work" weitere altersgerechte Arbeitszeitsysteme. Auch die potenziellen künftigen Mitarbeiter hat BASF mit seinem Programm bereits im Fokus. Das Unternehmen unterstützt die Schulung von pädagogischen Fachkräften in Kindertagesstätten und fördert damit die frühkindliche Bildung. Wichtig für den Erfolg des Programms ist vor allem eines: eine andere Einstellung zum Thema Altern, und zwar in allen Bereichen des Chemiekonzerns. (Christina Breutner)

 BASF   BASF

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