Unentbehrliche 5 x 9 cm: Die Visitenkarte

Noch immer ist die Visitenkarte das meistgenutzte Hilfsmittel, um in einem neu entstandenen Kontakt sein Interesse an weiteren Begegnungen zu signalisieren. Es ist daher empfehlenswert, eine dienstliche und eine private Visitenkarte mit allen zentralen Kontaktdaten anfertigen zu lassen und griffbereit bei sich zu tragen.

Unentbehrliche 5 x 9 cm: Die Visitenkarte

© Tom/fotolia.de

Auf einer Visitenkarte sollten die folgenden Informationen und Kontaktdaten abgedruckt sein: Vor- und Familienname, der in der Berufsausbildung erworbene Abschluss und eine exakte Berufsbezeichnung (auch auf der privaten Visitenkarte), die postalische Anschrift sowie Telefonnummern und eine E-Mail-Adresse.

Das klassische Format einer Visitenkarte sind ca. 5 x ca. 9 Zentimeter. Inzwischen sind auch viele Copyshops und Kaufhäuser dazu übergegangen, Visitenkarten anzubieten. ("50 ansprechende Visitenkarten für nur 3,99 Euro! Entscheiden Sie sich für eine Darstellung Ihrer Wahl aus mehr als 10.000 Vorlagen - am besten gleich hier am PC.") Ebenso wie bei den schon berüchtigten Bewerbungsfotos aus dem Automaten im U-Bahnhof gilt jedoch auch hier: Es ist eher zu empfehlen, eine professionelle Druckerei mit der Herstellung von Visitenkarten zu beauftragen als sich für die kostengünstigste Variante zu entscheiden.

Nie aus der Mode gekommen: Die Visitenkarte
"Hierauf kam Anton über den Hof; er kam mit einer Karte auf dem Teebrett, und man sah ihm erwartungsvoll entgegen. "Grünlich, Agent", las der Konsul. "Aus Hamburg. Ein angenehmer, gut empfohlener Mann, ein Pastorssohn. Ich habe Geschäfte mit ihm. Es ist da eine Sache... Sage dem Herrn, Anton - es ist dir recht, Bethsy? -, er möge sich hierher bemühen..."

Diese Worte aus Buddenbrooks - Verfall einer Familie (1901), dem ersten Roman von Thomas Mann, gelten als eine der bekanntesten Textstellen der deutschsprachigen Literaturgeschichte, an denen eine Visitenkarte überbracht wird.

Die soeben zitierten Worte, die innerhalb der so komplexen Romanhandlung noch vor dem Jahre 1850 ausgesprochen werden, verdeutlichen, dass der Austausch von Visitenkarten eine schon traditionsreiche Methode der Kontaktgewinnung ist - und erfolgreiches Networking beginnt auch heute oftmals mit den einfachen Worten: "Ich gebe Ihnen einmal meine Karte, ..." Der Austausch von Visitenkarten ist daher der erste Schritt zu einer Vertiefung eines neu gewonnenen Kontaktes.

"Sammlervorteile" gezielt nutzen
In einer erfolgreichen Netzwerkbildung wird die Zahl der "gesammelten" Visitenkarten nach und nach immer weiter steigen, da es sich empfiehlt, jede angebotene Visitenkarte auch anzunehmen. Etuis und  Visitenkartenordner sind praktisch zur Aufbewahrung und werden schon für wenige Euro in jedem Kaufhaus angeboten.

Zudem ist es hilfreich, auf allen angenommenen Karten zu notieren, wann, wo und aus welchem Anlass die erste Begegnung mit der entsprechenden Person stattfand. Dies vereinfacht auch eine neuerliche Kontaktaufnahme mittels Small Talk, wenn man einander seit längerer Zeit nicht mehr begegnet ist. ("Guten Abend, Herr Müller, schön Sie zu sehen! Wir haben uns im Frühjahr bei der Einweihungsfeier der Anwaltskanzlei Neumann, Neumann & Berger kennen gelernt, erinnern Sie sich? Wir waren beide sehr angetan von dem Chianti Classico Riserva, der an diesem Abend ausgeschenkt wurde...")

"Und wo kann ich meine Visitenkarte außerhalb dienstlicher oder privater Begegnungen am besten einsetzen?" - Antworten auf diese Frage finden sich im folgenden Tipp. (Nicolas Basse)

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