Lieber seriös als originell - die E-Mail-Adresse

Einen gelungenen ersten Eindruck von einer Onlinebewerbung vermittelt eine seriöse E-Mail-Adresse, von der aus die Bewerbungsunterlagen verschickt werden. Stellenbewerber sollten eine private E-Mail-Anschrift einrichten, aus der ihr vollständiger Vor- und Familienname hervorgeht.

Lieber seriös als originell - die E-Mail-Adresse

© Manfred Ament/fotolia.de

Auf die Verwendung einer geschäftlichen E-Mail-Adresse sollte man verzichten. Auch Spitznamen oder fantasievolle E-Mail-Adressen eignen sich nicht für einen Bewerbungsprozess. Im elektronischen Postverkehr haben sich auch bei Onlinebewerbungen die so genannten freemail-Adressen zum Beispiel der folgenden E-Mail-Anbieter ("Provider") etabliert: freenet.de, gmx.de, web.de, hotmail.de, google.de, yahoo.de und so weiter.

Auch in Deutschland werden privat eingerichtete und betriebene Websites immer beliebter. Zu bedenken ist hinsichtlich des E-Mail-Verkehrs von einer solchen privaten Website jedoch: Eine E-Mail, die von dort verschickt wird, regt das angeschriebene Unternehmen dazu an, sich eingehend über den Bewerber zu informieren. Es kommt daher bei der Verwendung dieser Art von E-Mail-Anschriften darauf an, welche Informationen Stellenbewerber auf ihrer eigenen Site über sich, ihre Familie, ihre Freunde und so weiter veröffentlichen. Zu entscheiden ist daher die Frage: "Ist eine solche private Website von Vorteil für meine Bewerbung, oder kann der Inhalt dieser Onlineseiten meine Chancen im Bewerbungsverfahren reduzieren?" - Diese Frage kann man nur selbst beantworten. Neutrale E-Mail-Anbieter wie die zuvor genannten und viele weitere Provider sind eher zu empfehlen als eine persönliche Website.

Für einen Bewerber mit den Namen "Martina Meißner" oder "Martin Müller" empfehlen sich daher Onlineadressen zum Beispiel in der folgenden Form:

Martina_Meissner@freenet.de; martina.meissner@gmx.de, ...
Martin.Mueller@web.de; martin_mueller@hotmail.com, ...

In einer E-Mail-Adresse werden die Umlaute und das "ß" der deutschen Schriftsprache umgeschrieben, und zwar "ä" in "ae", "ö" in "oe", "ü" in "ue" sowie "ß" in "ss"“. Dies gilt jedoch nicht für die weiteren Bewerbungsunterlagen, das heißt für das Anschreiben, den Lebenslauf und alle beigefügten Zeugnisse. Weiterhin ist es ratsam, seinen Vor- und seinen Familiennamen komplett auszuschreiben: Auf diese Weise erkennen die Empfänger bereits an der E-Mail-Adresse, ob sich eine Frau oder ein Mann bewirbt. Zudem wird und bleibt der Bewerber „unverwechselbar“ für die Personalabteilung des angeschriebenen Unternehmens.

Vorname und Familienname der E-Mail-Adresse sollten weiterhin mit jener Namensform übereinstimmen, die auch in allen weiteren Unterlagen der Onlinebewerbung genannt ist. Dieses ist insbesondere für die "doppelte" Namensform eine wesentliche Hilfe. Für einen Bewerber mit dem Namen "Martina Meier-Heinrich" oder "Ann-Kristin Meißner" beziehungsweise "Martin Müller-Konrad" oder "Karl-Philipp Müller" empfiehlt sich daher eine Namensnennung zum Beispiel in der folgenden Form:

Name in der E-Mail-Adresse             →  Name in den Bewerbungsunterlagen
Martina_Meier-Heinrich@web.de        →  Martina Meier-Heinrich
ann-kristin.meissner@web.de            →  Ann-Kristin Meißner
Martin_Mueller-Konrad@hotmail.com  →  Martin Müller-Konrad
karl-philipp.mueller@hotmail.com        →  Karl-Philipp Müller

Man sollte im gesamten Bewerbungsprozess jede E-Mail von derselben Adresse aus verschicken: Mit einer einheitlichen Form der Onlineanschrift hilft der Bewerber der Personalabteilung bei der Verwaltung der Bewerbungsunterlagen.

Das angeschriebene Unternehmen wird es zudem stets begrüßen, wenn im so genannten Signaturfeld, welches diverse freemail-Anbieter automatisch anbieten, auch die private Postanschrift sowie private Telefonnummern angegeben sind. So erleichtert man dem potentiellen Arbeitgeber neben dem elektronischen Postverkehr auch eine schriftliche oder telefonische Kontaktaufnahme. Ein weiterer Tipp: Es ist ratsam, nicht nur die Onlineanschrift, sondern auch die Betreffzeile jeder E-Mail in einer Form zu gestalten, aus der bereits auf den ersten Blick viele wesentliche Informationen hervorgehen. Dazu mehr im nächsten Kapitel. (Nicolas Basse)

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