"Selbstmotivation" heißt das Zauberwort
Motivierte Mitarbeiter sind für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens wesentlich. Inzwischen vertrauen daher auch in Deutschland mehr und mehr Unternehmen auf Motivationstrainer, um ihre Mitarbeiter in schwierigen Zeiten für neue Aufgaben und höhere Einsatzbereitschaft zu begeistern. Allerdings gibt es im Berufsleben eine wesentliche Kompetenz, die sich oftmals als wertvoller erweist als das Seminar mit einem Personalcoach: Die Selbstmotivation.
Die Fähigkeit, sich selbst zu motivieren, ist ein Schlüssel zu dauerhaftem beruflichen Erfolg - und auch zum Erhalt eines Arbeitsplatzes in schwierigen Phasen des Berufslebens. Inzwischen sind bereits zahllose Hilfestellungen und Strukturierungsmaßnahmen entwickelt worden, mit denen sich Arbeitnehmer ihren beruflichen Alltag erleichtern können. Die folgenden drei Tricks haben sich schon an den unterschiedlichsten Arbeitsplätzen bewährt:
Was ist heute zu tun?
Es ist immer hilfreich, sich Tag für Tag feste und realistische Zielvorgaben zu setzen. Eine schriftliche "to-do"-Liste, die zu Beginn eines Arbeitstages erstellt und sichtbar am eigenen Arbeitsplatz angebracht wird, nutzen viele Berufstätige, um die vor ihnen liegenden Aufgaben effektiv und in einem klar eingegrenzten Zeitrahmen zu bewältigen. Es ist viel leichter, mit seiner Arbeit zu beginnen, wenn man bereits ein klares Ziel für den gegenwärtigen Tag vor Augen hat.
Ein fester Arbeitsplan kann dabei auch und gerade für die Erledigung unangenehmer Aufgaben eine wertvolle Hilfe sein. Und schließlich: Wer kennt es nicht, das freudige Gefühl, etwas (endlich) "abgehakt" zu haben? Eine abgeschlossene Aufgabe auf seiner Liste durchzustreichen, gehört zu den kleinen, aber immer wieder besonders angenehmen Freuden des beruflichen Alltags.
Zeitdruck? - Kein Problem, wenn man ihn selbst bestimmt
"Diesen Auftrag werde ich bis spätestens 12:00 Uhr ausführen." - Es ist immer angenehmer, von sich selbst unter einen angemessenen Zeitdruck gesetzt zu werden als von einem ungeduldigen Vorgesetzten zur Erledigung einer Aufgabe gedrängt zu werden. Die Erfahrung zeigt zudem: Es gibt viele Aufgaben, die sich "wie von selbst" erledigen lassen, wenn der Termindruck in einem angemessenen Maß, aber stetig zunimmt. Denn die sich selbst gesetzten Zeitlimits beflügeln viele Menschen bei ihrer Arbeit.
Vor der Erledigung komplexerer Projekte ist es dabei stets empfehlenswert, sich konkrete und zeitlich befristete Teilziele zu setzen. So kann man verhindern, dass die anstehende Arbeit sich wie ein Berg erhebt. Auch der steilste Weg zu einem weit entfernten Berggipfel beginnt mit dem ersten Schritt auf einer überschaubaren Wegstrecke.
Das habe ich mir wirklich verdient!
"Wenn ich die Präsentation im Teammeeting am kommenden Freitag erfolgreich durchgeführt habe, belohne ich mich mit einem Abendessen in einem italienischen Restaurant." - Mit solchen oder vergleichbaren "Vereinbarungen", die man mit sich selbst schließt, sind innerhalb kurzer Zeit schon viele Aktenberge abgetragen, Sitzungsprotokolle geschrieben und Reisekostenabrechnungen aufgestellt worden. Eine von und für sich selbst in Aussicht gestellte Belohnung verkürzt daher oftmals den Weg zu einem angestrebten Arbeitsziel.
Ob es sich bei der entsprechenden "Prämie" um Eintrittskarten für einen Kinobesuch, eine schon lang ersehnte CD oder einfach um einen ausgiebigen Abendspaziergang durch die sommerliche Altstadt handelt: Ein besonderer Anreiz ist immer ein guter Ansporn. Mit solchen Belohnungen lassen sich zudem oftmals auch Kollegen begeistern: "Also, wenn das geschafft ist, haben wir uns alle eine Belohnung verdient!" Es kann daher, auch hinsichtlich eines zu verbessernden Arbeitsklimas, ein wesentlicher Vorteil sein, wenn sich alle an einem abgeschlossenen Projekt beteiligten Kollegen mit einem gemeinsamen Abendessen beim zuvor erwähnten Italiener belohnen. (Nicolas Basse)
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